zunehmen und aktiv nach lösungen für die eigenen Probleme zu suche, ist ein wesentlicher Bestandteil jeder haptonomischen Begleitung.

 

In unserer erfolgs- und leistungsorientierten Gesellschaft sind die zwischenmenschlichen Kontakte oft oberflächlich und funktionell orientiert. Für tiefere gefühlsmäßige Beziehungen bleibt oft wenig Zeit. Leider ist auch der Umgang mit Kindern häufig sehr rational geprägt und

die Erziehung ist auf gutes Funktionieren in der Leistungs-gesellschaft ausgerichtet. Nicht selten mangelt es an wirklicher affektiver Zuwendung und liebe- und verständnisvoller Bestätigung des Kindes.

 

lmmer wieder zeigt sich bei der haptonomischen Arbeit, besonders in der therapeutischen Begleitung, wie wesentlich tiefe, gefühlsmäßige Bindungen und affektive Kontakte für die Selbstentfaltung und das persönliche Wohlbefinden des Menschen sind.

 

Mehr oder weniger bewußt strebt jeder Mensch danach, einen Zustand innerer Ruhe und Sicherheit zu erlangen. Ein wesentlicher Grund für Störungen des Wohlbefindens und des seelischen Gleichgewichtes (wie z.B. Selbstwertstörung, Minderwertigkeitsgefühle, Depressionen, Kontaktstörungen, Versagensängste, Verhaltensstörungen) ist das Fehlen einer solchen inneren Sicherheit. Das Fundament für die Entwicklung dieser basalen Sicherheit wird in der frühesten Kindheit gelegt. Hier ist das liebevoll-bestätigende, Sicherheit und Geborgenheit gebende Verhalten der Eltern von großer Bedeutung. Ein Kind, das affektiv angenommen und bestärkt wird, erlebt sich selbst als gut und liebenswert.

Die wiederholte Erfahrung dieser affektiven Bestätigung ermöglicht es dem Menschen, Vertrauen zu sich selbst und zu anderen Menschen zu entwickeln und läßt in ihm die Fähigkeit wachsen, vertrauensvolle gefühlsmäßige Beziehungen aufzunehmen und sie in gegenseitiger Zuneigung, liebe und Freundschaft zu pfiegen.

Hier liegt die Wurzel für die liebesfähigkeit des Menschen. Durch eine solche affektive Bestärkung

wächst im Menschen eine fundamentale Sicherheit zu

sich selbst und ein Urvertrauen in die Welt, die es ihm ermöglichen, sich seinem Wesen entsprechend zu entfalten und zu einer

authentischen Persönlichkeit zu reifen.

 

Wenn die affektive Bestätigung in der frühen Kindheit und während des Entwicklungsprozesses gefehlt hat oder nur ungenügend angeboten wurde, kann sich keine stabile innere Sicherheit entwickeln und es kommt zu Störungen und Blockierungen in der Persönlichkeitsentwicklung, insbesondere in der harmonischen Entfaltung des Gefühlslebens. Die Fähigkeit, vertrauensvolle affektive Beziehungen einzugehen, ist dann kaum entwickelt. Der Mensch lebt dann in ständiger Unsicherheit und bleibt dauernd auf der Suche nach Anerkennung und Selbstbestätigung. Er ist gezwungen, sich rational in der Gesellschaft zu behaupten, da ihm die emotionale innere Sicherheit fehlt.

 

Unsere heutige erfolgs- und leistungsorientierte Gesellschaft führt durch das abnehmende Angebot an affektiven Kontakten und Beziehungen immer häufiger zu den beschriebenen Störungen der Persönlichkeitsentwicklung.

 

Die Haptonomie will die im Menschen angelegten Fähigkeiten, eine stabile innere

Sicherheit (Basis Sicherheit) auszubilden und in Freiheit und Unabhängigkeit vertrauensvolle affektive Kontakte zum anderen Menschen aufzunehmen, entwickeln und fördern. Sie lehrt den Menschen, diese Fähigkeiten (aufs neue) zu entfalten und sie in sein persönliches Leben zu integrieren, damit er frei

darüber verfügen kann.

So kann sie den Weg öffnen zu einem wahrhaft menschlichen, selbständigen und selbstverantwortlichen Dasein im Miteinandersein auf dieser Welt.

 sie in sein persönliches Leben zu integrieren, damit er frei

darüber verfügen kann.

So kann sie den Weg öffnen zu einem wahrhaft menschlichen, selbständigen und selbstverantwortlichen Dasein im Miteinandersein auf dieser Welt.